Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Heute teilte u.a. der Berliner Justizsenator mit, dass eine Abteilung der Berliner Generalstaatsanwaltschaft sämtliche Ermittlungsverfahren zu der rechten Anschlagsserie in Neukölln übernimmt. Als Begründung dafür wird einer mögliche “Befangenheit eines Staatsanwalts” angegeben. Nach Angaben in den Medien hatte der AfDler Tilo Paulenz als einer der Hauptverdächtigen in einem Überwachten Chat geschrieben, dass der Leiter der Abteilung Staatsschutzdelikte selber AfD-Wähler sei und er deshalb nichts gegen ihn unternehmen würde. Von dem ermittelnden Staatsanwalt aus der Abteilung Staatsschutzdelikte wurde diese Information über seinen Chef aus dem Protokoll der Telefonüberwachung jedoch nicht weitergegeben und auch nicht weiter verwendet. [1]
Schon seit längerer Zeit fordern Initiativen von Betroffenen der rechten Anschläge, wie die zivilgesellschaftlichen Initiative BASTA oder das Bündnis Neukölln, eine Übernahme der Fälle durch die Bundesstaatsanwaltschaft und Aufklärung über rechte Strukturen in den Behörden. [2]

[1] https://www.berliner-zeitung.de
[2] https://taz.de/Rechte-Anschlaege-in-Berlin-Neukoelln/!5564024/

Die räumungsbedrohte Kneipe Syndikat läutet den Endspurt ein!

Für den 07. August ist der erste Räumungsversuch des Kollektivs in der Neuköllner Weisestrasse angekündigt.
Parallel laufen in Berlin viele weitere Kämpfe um linke Projekte wie Liebig 34, Potse/Drugstore, Meuterei und Rigaer 94, die ebenfalls akut räumungsbedroht sind.

Höchste Zeit „Raus aus der Defensive!“ zu kommen. Eine gemeinsame Demonstration startet am kommenden Samstag den 01. August um 20 Uhr am Herrfurthplatz (Berlin-Neukölln).

Alle Termine und Infos bis zum 1. Räumungsversuch am 7. August auf einen Blick:

„Die räumungsbedrohte Kneipe Syndikat läutet den Endspurt ein!“ weiterlesen

Erneuter Anschlag in Nord-Neukölln

Erneut kam es in Nord-Neukölln zu rechten Schmierereien und einen Brandanschlag auf ein Fahrzeug. Betroffen war diesmal erneut ein Haus in der Sonnenallee, dessen Wände ebenfalls im Dezember 2019 mit nationalsozialistischen Symbolen besprüht wurden. Vor dem Haus brannte in der Nacht auf Freitag zudem ein geparkter Lieferwagen komplett aus. Im vergangenen Monat wurden in der nahen Wildenbruchstraße sowie in weiteren Seitenstraßne im Kiez zum wiederholten Male private Fahrzeuge angezündet und ebenfalls rechte Symbole am Tatort hinterlassen.

Wenn ihr weitere Beobachtungen gemacht habt meldet euch gerne bei uns, oder der Antifa-Gruppe eures Vertrauens (antifa-neukoelln@systemli.org Den PGP-Key findet ihr hier:
https://keyserver2.pgp.com/vkd/DownloadKey.event?keyid=0xA721852DA78F4F8B