Nur noch wenige Tage bis zur Unterm Techno liegt der Punk · Konzert & Party! Am Samstag den 08. Juni erwartet euch im Garten des wunderbaren about blank zunächst ein Konzert mit KENNY KENNY OH OH, Knochenfabrik und Trainingseinheit Katzenkotze, bevor es mit einer rauschenden Party mit vielen weiteren tollen Acts weiter geht.
Auf geht’s zum Antifaschistischer Protest gegen den Al Quds-Tag 2019.
Ab 12.00 Uhr startet die Auftaktkundgebung am U-Bhf. Wilmersdorfer
Straße und ab 13.00 Uhr dann von dort die antifaschistische
Demonstration in Richtung Adenauerplatz.
Leonie Baumann, Sprecherin des Antifaschistisches Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag: „Wenn hunderte Antisemiten durch Berlin ziehen, dann dürfen wir als Antifaschisten nicht schweigen. Wir wollen am Samstag gegen Antisemitismus und für Solidarität mit Israel auf die Straße gehen“. An die Politik richtet Baumann eine klare Forderung: „Wir fordern ein sofortiges Verbot des Al Quds Tags und ein Ende jeglicher Zusammenarbeit mit allen Organisationen, die diesen antisemitischen Aufmarsch unterstützen.“
Solidarität mit Israel und den emanzipatorischen Kräften im Iran! Nieder mit dem Patriarchat und LGBTIQ*-Feindlichkeit! Nieder mit dem Al Quds-Tag! Kein Friede mit Deutschland!
#keinqudstag #b0106
Alle wichtigen Infos hier: http://noalquds.blogsport.de/…/infos-und-aktionskarte-fuer…/
In diesen Zuständen kann auch die Wochenendplanung nicht
widerspruchsfrei sein. Am Samstag den 01. Juni marschieren diese Jahr
im sächsischen Chemnitz Neonazis zum sogenannten „Tag der deutschen
Zukunft“ auf. [1] Letztes Jahr machte sich Chemnitz einen Namen mit
rassistisch motivierten Krawallen durch ein Bündnis von rechten Hools,
organisierten Neonazis und rechten BürgerInnen. Die Nazis sind seitdem
dabei ihre Hegemonie weiter auszubauen und Chemnitz zu ihrer Homezone zu
machen. Organisiert wird der jährlich
in unterschiedlichen Städten stattfindende Neonazi-Aufmarsch aus dem
Umfeld Freier Kameradschaften rund um Dieter Riefling und Christian
Worch. Für die von Worch gegründete Partei Die Rechte trat Riefling
ebenfalls zur vergangenen Europawahl an. Auf dem ersten Listenplatz der
Partei stand die zur Zeit inhaftierte Holocaust-Leugnerin Ursula
Haverbeck, während die Wahlplakate der Partei vor allem mit
antisemitischen Parolen wie „Israel ist unser Unglück“ warben. [2]
Ebenfalls am 01. Juni rufen wir aber auch als Teil des Antifaschistisches Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag zum Antifaschistischer Protest gegen den Al Quds-Tag 2019 auf. Der Al Quds-Tag wurde 1979 im Rahmen der Islamischen Revolution im Iran als Feiertag ausgerufen und propagiert die Eroberung Jerusalems (arabisch: Al Quds) durch eine weltweite muslimische Allianz. Der Al Quds-Tag dient einzig der Propagierung der explizit antisemitischen sowie LGBTIQ*-feindlichen und misogynen Staatsideologie des Iran.
Bildet also eure Reisegruppe nach Charlottenburg oder Sachsen. Denn sowohl in Berlin als auch in Chemnitz gilt:
Gegen jeden Antisemitismus! Kein Friede mit Deutschland!
Bereits Ende der Woche startet wieder das zivilgesellschaftlich breite Festival Offenes Neukölln 2019, mit einer Vielzahl an Veranstaltungen. Den Auftakt macht am Donnerstag das Podiumsgespräch Rechter Terror in Berlin – Untersuchungsausschuss jetzt! im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt.
„Seit Jahren überzieht eine Welle rechten Terrors den Berliner Bezirk
Neukölln. Obwohl der potenzielle Täterkreis bekannt ist, werden
Ermittlungen regelmäßig eingestellt. Betroffene werden trotz
entsprechender Kenntnisse der Sicherheitsbehörden nicht über ihre
Gefährdung informiert. Den nach Berlin weisenden Spuren des
NSU-Komplexes sowie der Verwicklung Berliner Beamter darin wurde nicht
nachgegangen. Der Mord an Burak Bektaș im April 2012 wurde bis heute
nicht aufgeklärt.“
Bereits seit einer Woche kann die Ausstellung „Immer wieder? Extreme Rechte und Gegenwehr in Berlin seit 1945“ im Rathaus Neukölln besucht werden. Die Macher_innen des Apabiz und des Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. zeigen im Vorzimmer der Bezirksverordnetenversammlung beispielhaft zehn Ereignissen in Berlin, die unterschiedlichen Aktionsfeldern der extremen Rechten zuzuordnen sind. Gleichzeitig dokumentiert sie den gesellschaftlichen und antifaschistischen Widerstand dagegen.