28. April 2017 - Vortrag und Feier - Tag der Befreiung Neuköllns

Mittwoch, den 19. April 2017 um 20:28 Uhr

 

28.04. | 19.30 Uhr | Vortrag „ Frauen* im antifaschistischen Widerstand in Neukölln 1933-1945“ und Feier zum Jahrestag der Befreiung | B-Lage (Mareschstraße 1)


Am 24. April 1945 überschritten die ersten Einheiten der Roten Armee die Südgrenze Neuköllns. In den folgenden Tagen gelang es den sowjetischen Truppen gegen den erbitterten deutschen Widerstand vorzurücken. Die letzte Gegenwehr von deutschen Verbänden in Neukölln konnte am 28. April 1945 gebrochen werden. Die Rote Armee hatte Neukölln befreit. Der Sieg der Alliierten bedeutete das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Neukölln und die Befreiung für Zwangsarbeiter_innen und Jüdinnen_Juden. Viele der Zwangsarbeiter_innen sowie die absolute Mehrzahl der Neuköllner Jüdinnen_Juden erlebten die Befreiung jedoch nicht mehr. Nur wenigen war es vorher gelungen, unterzutauchen und zu überleben. Schließlich bedeutete der Sieg der Roten Armee auch die Befreiung für die Widerstandskämpfer_innen der verschiedenen sozialdemokratischen, kommunistischen und liberalen Gruppen. 

Die Veranstaltung zum 72. Jahrestag der Befreiung Neuköllns wollen wir den Frauen* im antifaschistischen Widerstand in Neukölln 1933-1945 widmen. Obwohl die meisten Neuköllner_innen ebenfalls Teil der NS-Gesellschaft waren, gab es in dem Bezirk einen besonders lebendigen antifaschistischen Widerstand, der maßgeblich von Frauen* bestimmt wurde. Wehrkraftzersetzung, Arbeitsvertragsbruch, Hilfe für Verfolgte sind nur einige Beispiele, über die in dem Vortrag berichtet werden soll. Weiterhin wird es um die lokalen Besonderheiten, ihre Motive, Netzwerke und die Verfolgung gehen. Aus heutiger Sicht ist es dabei besonders interessant, der Frage nachzugehen, was Menschen bewegt, sich nicht anzupassen, sondern sich widerständig zu verhalten. Antworten darauf werden am Beispiel von vergessenen und unbekannten Widerstandsgeschichten gesucht. Gefragt wird nach Formen und Erfolgen des Widerstandes und Unterschieden zu männlichen* Widerstandsakten.

Als Referentin freuen wir uns dabei auf die Historikerin Claudia von Gélieu, aktiv bei den Frauentouren und in der Galerie Olga Benario. Im Februar dieses Jahres wurde ihr Auto in der Reihe rechter Angriffe in Neukölln von Neonazis angezündet.

Im Anschluss an den Vortrag gibt es Tanz, Trunk und Feierei mit Musik von bonny techno (katzenjammer kids).

Den 28. April nehmen wir zum Anlass, um an die Befreiung Neuköllns durch die Rote Armee zu erinnern und dabei nicht zu vergessen, dass Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus Teil des bundesdeutschen Alltags sind.

Unser Dank gilt den alliierten Armeen, den Partisan_innen und allen anderen Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens für die Zerschlagung Deutschlands kämpften. Der Sieg über die Deutschen bedeutete nicht weniger als die Befreiung der Menschen vom Nationalsozialismus.

Unser Dank heißt Krieg den deutschen Zuständen! 

https://befreiungneukoelln.blogsport.de

 

 

   

Mobiveranstaltung für den 1. Mai in Halle beim ANA-Tresen

Donnerstag, den 06. April 2017 um 19:31 Uhr


Im Rahmen unseres zweimonatlichen Antifa-Tresens im Projektraum H48 in Neukölln laden wir zu einer Mobilisierungsveranstaltun g gegen die Neonazi-Demonstration am 1. Mai 2017 in Halle/Saale ein.

Die Neonazi-Partei "Die Rechte" eine Demonstration zum sogenannten "Arbeiterkampftag" in Halle angemeldet. Die bisher aufrufenden Gruppen lassen eine Anreise mehrerer Hundert militanter Neonazis aus ganz Deutschland erwarten.

Antifaschistische Gruppen aus Halle möchten mit einer entsprechenden antifaschistischen Gegenmobilisierung den Naziaufma
rsch verhindern. In einer Informationsveranstaltung soll ein Überblick zu den rechten Akteuren gegeben werden. Außerdem wird über den geplanten Gegenprotest informiert und dazu eingeladen, das Tagesgeschehen am 01. Mai 2017 in Halle aktiv zu gestalten.

13.04.2017 I 20 Uhr I Projektraum H48 (2.HH 1.0G)*

Veranstaltung im Rahmen des Antifa-Tresen. Für kühle Getränke und Snacks wird gesorgt sein.

*Bei „Projektraum“ klingeln
   

25. März 2017 | U-Bhf. Rudow | antifaschistische Demonstration: Jetzt erst recht! Offensiv gegen Nazigewalt und Rassismus – Solidarität mit den Angegriffenen!

Mittwoch, den 08. März 2017 um 01:24 Uhr

In den vergangenen Monaten häufen sich in Neukölln Anschläge auf Menschen, die sich gegen Nazis engagieren oder nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen. Seit Sommer 2016 gab es mindestens acht Brandanschläge – meist haben Autos gebrannt, aber auch auf ein linkes Café in einem Wohnhaus. Neonazis haben Privatwohnungen und einen Buchladen, der sich gegen Rechtspopulismus engagiert hat, mit Steinen beworfen.

Wir haben was dagegen!
Einiges passiert im Kiez: Kundgebungen in Britz und Outings von bekannten Neonazis im Kiez sind ein Anfang. Vom 20.-25.03. wird eine Aktionswoche mit zahlreichen antifaschistischen und antirassistischen Veranstaltungen in Süd- und Nord-Neukölln stattfinden. Hier findet Ihr dazu aktuelle Informationen:
www.neukölln-gegen-nazis.de

Die Veranstaltungswoche gipfelt in der antifaschistischen und antirassistischen Demonstration:

 

 

Jetzt erst recht!

Brandanschläge, zerbrochene Fensterscheiben, auf Hausfassaden geschmierte Drohungen: Seit mehreren Monaten erleben wir in Neukölln und in anderen Bezirken eine erneute Eskalation neonazistischer Gewalt. Nachdem im vergangenen Jahr vom Stammtisch bis ins Parlament gegen Geflüchtete gehetzt wurde und in der Folge der Zuspitzung des nationalistischen und rassistischen Normalzustandes die unzähligen Unterkünfte brannten, werden nun linke Läden, Cafés und politisch Engagierte aus unterschiedlichen Kontexten angegriffen. Auch rassistische Bedrohungen sind an der Tagesordnung. Was die Betroffenen eint, ist ihre politische Haltung oder vermeintliche Herkunft, die nicht in ein rechtes Weltbild passt. Nicht nur sie, sondern wir alle sollen eingeschüchtert und im Kampf für eine solidarische Gesellschaft geschwächt werden. Könnt ihr knicken!

Zwar war es länger ruhig im Bezirk, doch Anschläge auf linke Läden, Kollektive und Einzelpersonen sind nichts Neues. Erinnert sei an die rassistischen Brandanschläge auf zwei Wohnhäuser 2008, sowie die letzte massive Nazi-Angriffswelle in Neukölln 2011/2012, deren Höhepunkte Angriffe auf ein Wohnhaus in der Hufeisensiedlung, sowie Brandanschläge aufs Anton-Schmaus-Haus waren, bei welchen dieses nahezu zerstört wurde. Wir gehen davon aus, dass die Täter wieder aus dem gewaltbereiten Neonazispektrum kommen. Je stärker die neue rechte Bewegung wird, desto mehr fühlen sich auch militante Nazis berufen, ihre politischen Gegner*innen gewalttätig zu bekämpfen.

Vor fünf Jahren – am 5.4.2012 – kam es zum Mordanschlag auf Burak Bektaş und seine Freunde. Wenige Stunden vor dem Mord fielen stadtbekannte Neonazis am Ort des Mordes bei einer antifaschistischen Veranstaltung auf. Der Mord an Burak ist bis heute nicht aufgeklärt, Angehörige und Unterstützer*innen gehen von einer rassistischen Tat aus. Mit dem Mord an Luke Holland im September letzten Jahres in Neukölln ist ein weiteres Todesopfer rechter Gewalt zu beklagen. In beiden Fällen wurde ein rassistisches Tatmotiv konsequent ignoriert.

All das ist kein Problem unter Nachbar*innen, sondern eine rechte Kampfansage an einen erheblichen Teil der NeuköllnerBevölkerung und die linken Strukturen in der ganzen Stadt. Und wenn wir dabei eines sicher wissen, dann das von staatlicher Seite keine Hilfe zu erwarten ist. Wir müssen uns also selbst darum kümmern, dass die Angriffe nicht zur Normalität werden und die Nazis wieder in der Versenkung verschwinden. Also seid wachsam: Achtet auf euch, achtet auf eure Nachbar*innen, bietet Unterstützung dort an, wo sie gebraucht wird. Wir lassen uns weder einschüchtern noch spalten! Nazigewalt, Rassismus und erstarkende rechte Strukturen sind kein Problem der Peripherie und verlangen ein entschiedenes Entgegentreten in Form von praktischer Solidarität!

Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Ein Anlass, um zu zeigen, dass wir uns die Scheiße nicht gefallen lassen, wird die Demonstration am 25. März in Neukölln-Rudow sein. Lasst sie einen kraftvollen Ausdruck dafür sein, dass hier kein Platz für Nazis und rechte Ideologie ist!

Für eine solidarische Stadt, für die befreite Gesellschaft – jetzt erst recht!

Antifaschistische Demonstration | 25. März 2017 | 15.00 Uhr | U-Bhf. Rudow (Berlin-Neukölln)

   

09.02. Veranstaltung: Neukölln und seine Nazis. 2016. Ein Rück-und Ausblick.

Mittwoch, den 01. Februar 2017 um 13:36 Uhr


Seit Ende des Jahres steht Neukölln im Fokus nicht nur einer linken Öffentlichkeit. Es häufen sich Anschläge von Nazis auf Antifaschist_innen und linke Projekte. So wurden etwa Hauswände besprüht, Fensterscheiben eingeworfen und Autos angezündet. Bisheriger negativer Höhepunkt war ein lebensgefährlicher Brandanschlag auf das k-fetisch. Dabei wird häufig übersehen, dass die aktuelle Serie bereits im Frühsommer begann und es bereits in vergangenen Jahren in Neukölln zu ähnlichen Angriffen kam. Keinesfalls vergessen werden sollten dabei die alltäglichen Fälle rassistischer, antisemitischer und LGBTIQ-feindlicher Gewalt im Bezirk, die in aller Regel nicht von organisierten Neonazis ausgehen, sondern von der viel zitierten „Mitte der Gesellschaft.“

Eine Referentin des Neuköllner Registers zur Erfassung extrem rechter und diskriminierender Vorfälle präsentiert ein Rückblick auf das vergangene Jahr.
Im Anschluss wollen wir gemeinsam diskutieren, was für 2017 zu erwarten ist und was wir dagegen tun können.

09.02.2017 I 20 Uhr I Projektraum H48 (2.HH 1.0G)*

Veranstaltung im Rahmen des Antifa-Tresen. Für kühle Getränke und Snacks wird gesorgt sein.

*Bei „Projektraum“ klingeln
   

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