Veranstaltungsreihe zum Tag der Befreiung Neuköllns

Freitag, den 11. April 2014 um 19:07 Uhr

Der 28. April 2014 ist der 69. Jah­res­tag der Be­frei­ung Neu­köllns vom Na­tio­nal­so­zia­lis­mus durch die Rote Armee. Wir neh­men dies zum An­lass, an die deut­schen Ver­bre­chen zu er­in­nern und zum Kampf gegen Deutsch­land und seine Nazis auf­zu­ru­fen. Unser Dank gilt den al­li­ier­ten Streit­kräf­ten, den Par­ti­san_in­nen und allen an­de­ren Men­schen, die unter Ein­satz ihres Le­bens für die Zer­schla­gung Deutsch­lands kämpf­ten.

Nie wie­der Deutsch­land! Unser Dank heißt Krieg den deut­schen Zu­stän­den!

Termine im Überblick:

» Filmvorführung „Der unbekannte Soldat“ (DE 2006, 97 min.)
10.04.2014 20h Projektraum H48 Neukölln

 

» Infoveranstaltung „Aufarbeiten und was dann?“
16.04.2014 19h Tristeza (Pannierstraße 5, 12047 Berlin)

 

» Fahrradfahrt zu Stätten nationalsozialistischer Zwangsarbeit in Neukölln
27.04.2014 16h Tempelhofer Feld, Eingang Columbiadamm

 

» Antifaschistische Fahrraddemonstration
28.04.2014 17h U-Bhf. Rudow

 

» Infoveranstaltung „Unsere Täter, unsere Opfer“
07.05.2014 19h Tristeza

 

Alle Infos unter http://befreiungneukoelln.blogsport.de/

   

Kongress: Antifa in der Krise?

Freitag, den 11. April 2014 um 18:51 Uhr

Im Zeichen der Krise nehmen Rassismus und Nationalismus in vielen Ländern in Europa drastisch zu. Die antifaschistische Bewegung tut sich mit der Analyse dieses europäischen Rechtsrucks schwer. Zudem steht sie hierzulande vor vielen offenen Fragen. Der Kongress »Antifa in der Krise?!« will Gelegenheit zur Analyse, Vernetzung und Intervention bieten. Veranstaltungsort ist die Technische Universität in Berlin. Bundesweit werden Genoss*nnen an diesem Wochenende anreise und sich austauschen. Ein sehr großes Programm ist geplant. Es gibt Berichte und Diskussionen mit Antifas u.a. aus: Ex-Jugoslawien, Griechenland, Frankreich, Polen, Spanien, Skandinavien.


Internationale Antifa-Konferenz:
11.-13.4.2014 | TU Berlin |
www.antifa-kongress.org | Programm | Anreise | english

   

Antifa-Podiumsdiskussion: Gegen die AfD, aber wie?

Dienstag, den 25. März 2014 um 21:16 Uhr

Antifa-Podiumsdiskussion mit Gerd Wiegel (Antifareferent, Bundestagsfraktion Die Linke) und Dieter Plehwe (Wissenschaftszentrum Berlin)

Bei den zurückliegenden Bundestagswahlen scheiterte die neu gegründete "Alternative für Deutschland (AfD)" nur denkbar knapp an der entscheidenden 5%-Hürde. Bei den im Mai bevorstehenden Europa-Wahlen ist mit dem Einzug ins EU-Parlament zu rechnen. Professionalität, seriöses Auftreten und finanzstarke Netzwerke im Hintergrund machen die AfD zur ersten Partei in der BRD rechts der CDU mit berechtigten Aussichten auf einen dauerhaften politischen Erfolg.

Der Name der Partei ist dabei Programm: Der starke, souveräne (deutsche) Nationalstaat wird als Erlösungsformel ins Feld geführt, der seine Staatsbürger_innen zuverlässig gegen die Folgen ökonomischer Krisenhaftigkeit abschotten soll. Hinter diesen Ideen antidemokratischer Vordenker_innen sammeln sich neoliberale Marktapologet_innen, rechtskonservative Aristokrat_innen und abgehängte, homophobe Kleinbürger_innen gleichermaßen. Eine politische Vergangenheit in extrem rechten Organisationen lässt sich ihnen zumeist nicht nachsagen. Die AfD entzieht sich weitgehend der Einordnung ins Spektrum des klassischen Rechts­populismus. Reaktionäre Positionen gibt es in der Partei allerdings zu hauf: Die Agitation gegen eine "Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme", Gendermainstreaming als "weltanschauliche Umerziehungsmaßnahme", bis hin zur Forderung nach "Deutsch-Quoten" im Radio.

Wie kann eine notwendige emanzipatorische Kritik an der AfD und ihren Positionen aus linker Perspektive aussehen? Welche Interventionsmöglichkeiten abseits eingeübter antifaschistischer Reaktionsmuster kann es geben? Über diese Fragen möchten wir diskutieren mit Dieter Plehwe (Wissenschaftszentrum Berlin) und Gerd Wiegel (Antifaschismus-Referent der Bundestagsfraktion "Die Linke").

09.04.2014, 19.30 Uhr, ://about blank (Markgrafendamm 24c, Ostkreuz)

Eine Veranstaltung der Antifa Friedrichshain und der Autonomen Neuköllner Antifa

   

מיר לעבן אײַביק – Mir lebn ejbik (Wir leben ewig)

Mittwoch, den 26. Februar 2014 um 00:32 Uhr

 

Eine Veranstaltungsreihe zu Widerstand, Befreiung und Gedenken

 

Das jiddische Partisan_innen-Lied מיר לעבן אײַביק/Mir lebn ejbik (Wir leben ewig) entstand 1943 im Ghetto von Vilnius. Es war das Finale eines Theaterstückes, das im Ghetto aufgeführt wurde und handelt davon, allen Feind_innen zu trotzen und schlechte Zeiten zu überleben. Nicht viele Jüdinnen_Juden, die dieses Lied sangen oder hörten, haben den Krieg und die Shoah überlebt. Denn im September 1943 wurden alle Bewohner_innen des Ghettos von den Deutschen im Wald von Ponary (Ponar) erschossen oder in die Vernichtungslager deportiert. Was aber überlebt hat, ist die Erinnerung an die Toten und an den Widerstand der פאראײניקטע פארטיזאנער ארגאניזאציע/Fareinikte Partisaner Organisatzije (Vereinigte Partisan_innen-Organisation), die sich mit Sabotage und bewaffnetem Widerstand gegen die Vernichtungspolitik der Nazis zur Wehr setzte.

Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir einen spezifischen Fokus auf das Gedenken an die Shoah setzen. Wir wollen mit unseren Veranstaltungen mit dem antisemitischen Mythos brechen, der Jüdinnen_Juden fehlenden Widerstand gegen den industrialisierten Massenmord unterstellt und aufzeigen, wie sich Jüdinnen_Juden der Vernichtung widersetzten. Außerdem wird die Verfolgung von Kommunist_innen während und nach dem Nationalsozialismus und kommunistischer Widerstand thematisiert.

Im Februar wird die Rolle von insbesonderen Jüdinnen* im Widerstand in Bialystok beleuchtet. Im März wird ein_e Zeitzeug_in aus ihrem_seinem Leben im kommunistischen Widerstand berichten. Im April geben wir einen Überblick über jüdischen Widerstand gegen Nationalsozialismus und deutsche Besatzung in Osteuropa. Schließlich wird im Mai unter anderem Irit Dekel während einer Podiumsveranstaltung die Frage diskutieren, inwiefern antisemitische und antikommunistische Ressentiments, Vefolgung und Gewalt kontinuierlich nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus fortgewirkt haben.

Kein Vergeben – Kein Vergessen!

 

Termine

 

Frauen* im jüdischen Widerstand – die Meijdalach aus Bialystok
Mittwoch, 26.2.14 :: 19.30 Uhr
Ort: K-Fetisch (Wil­den­bruch­stra­ße 86 /Ecke We­ser­stra­ße)

"Es war ja Faschismus..." - Zeitzeugengespräch mit Fritz Schmid
Samstag, 22.03.14 :: 15 Uhr
Ort: Ori (Friedelstraße 8)

Vom Ghetto in die Wälder – Jüdischer Widerstand gegen Nationalsozialismus und deutsche Besatzung
Donnerstag, 23.4.14 :: 19 Uhr
Ort: FAQ-Infoladen (Jonasstraße 40)

 

Erinnern heißt Kämpfen - Rundgang zu Stolpersteinen in Neukölln

Sonntag,18.05.14 :: 14 Uhr

Treffpunkt: U-Bhf Schönleinstraße (U8)

 

Weitere Termine zeitnah auf dem Veranstaltungsblog: http://mirlebnejbik.blogsport.de

 

Wir wollen alle Veranstaltungen möglichst für alle zugänglich machen. Deshalb werden alle in rollstuhlzugänglichen Räumen stattfinden. Darüber hinaus versuchen wir zu jeder Veranstaltung eine*n Gebärdendolmetscher*innen zu organiseren. Weitere Hinweise hierfür finden sich dann jeweils unter dem entsprechenden Ankündigungstext.

   

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