"trotz alledem und alledem" - Veranstaltungsreihe zur Aktualität feministischer Kämpfe

Samstag, den 08. Oktober 2016 um 15:15 Uhr

 

Emanzipatorische, antifaschistische Politik sollte in ihrer Ausrichtung schon immer mehr bedeuten, als Nazis und Rassist_innen zu bekämpfen. Eine radikale Kritik der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft beinhaltet notwendigerweise auch einen feministischen Kampf gegen ihre patriarchalen Unterdrückungsstrukturen.

Diese Veranstaltungsreihe soll einen kleinen Einblick in aktuelle feministische Diskurse bieten und Anregungen schaffen, wie sie als Teil einer ebenso alltäglichen, antifaschistischen Politik unterstützt werden können - trotz alledem und alledem*!

Weitere Informationen folgen.

 

11. Oktober | "Feministische Antifapolitik abseits der Großstadt" | 19.30 Uhr | Tristeza (Pannierstr. 5)

mit: f_antifa Brandenburg


13. Oktober | Filmvorführung „Abortion Democracy: Poland/South Africa
“ | 20 Uhr | Projektraum H48 (Hermannstr. 48)


18. Oktober | "Internationale Kämpfe um das Recht auf Abtreibung - Vortrag und Diskussion" | 19.30 Uhr | B-Lage (Mareschstr. 1)

mit: Sarah Diehl


26.10. Oktober | "Rassistische Feminismen in historischer Kontinuität" | 19.30 Uhr | Laika (Emserstr. 131)

mit: Prof. Dr. Nivedita Prasad


01. November | "Feminismus als Feindbild von Rechts" | 20 Uhr | k-fetisch (Wildenbruchstr. 86)
mit Juliane Lang und trouble everyday collective


11. November | "Antisemitismus - Nebenwiderspruch feministischer Diskurse?" | 19.30 Uhr | B-Lage (Mareschstr. 1)

mit: Franziska Haug

 

 

*Zitat: Rosa Luxemburg, Brief an Mathilde Wurm 28.12.1916

   

8.10. - "Unterm Techno liegt der Punk" - Soliparty im ://about blank

Dienstag, den 27. September 2016 um 10:09 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. Oktober | 22 Uhr | :// about blank, Markgrafendamm 24c


Bullenwagen klauen und die Innenstadt demolieren hat in Berlin auch schon mal mehr Spaß gemacht. Hier henkelt sich die CDU auf Ramboart durch den Wahlkampf, lässt ganze Straßenzüge von den Cops belagern und verhilft dubiosen Hauseigentümer*innen zu illegalen Räumungen. Was Lieselotte Meier wohl dazu sagen würde!? Und überhaupt: Deutschland halts Maul ist wohl ein dringender Wunsch von vielen von uns. Ein Jahr nach den deutschen Willkommens-Festspielen und über 1.500 Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte später, zieht die AfD nicht nur in Deutschlands am dümmsten besiedelten Gebieten reihenweise in die Landtage ein. Da bekommt das mit den „white riots“ eine ganz neue Bedeutung.

Doch trotz der generellen Gesamtscheiße lassen wir es uns nicht nehmen. Wir sagen: für immer Punk! (auch wenns mal nach Techno klingt). Kommt zum tanzen, trinkt mit uns Bier gegen Bullen und Deutschland, bis zum Filmriss und noch viel weiter. Sämtliche Einnahmen fließen in antifaschistische Arbeit in Neukölln, sowie in konkrete Einzelfallhilfen für Asylsuchende.

 

mit:
★ AGLAIA (Springstoff)
★ DASCO (Mint)
★ DJ2ND (2nd HH)
★ FEINE SAHNE HITFILET (Audiolith)
★ GUVIBOSCH (DJ-Set)
★ KALIPO (live | Antime, Audiolith)
★ KWAINT (poly|motion)
★ MYRKUZ (Procrastinators United)
★ N.AKIN (IfZ, Aequalis)
★ RHYTHMUS GÜNTHER (rhythmus günther)
★ RYBA (female:pressure, studio r°)
★ SCREAMING FISTS
★ VON RABEN (krabat DIY)

▶ AUSSERDEM:
☆ Punker-Kneipe ab 22 Uhr im Zelt
☆ Dies, das, Ananas!


Facebook-Event

   

Auch 2016: Marsch für das Leben? What the Fuck!

Sonntag, den 21. August 2016 um 22:08 Uhr

Euer Schweigen könnt ihr euch schenken. Lieber Feminismus feiern!

Für den 17. September 2016 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht (BVL) wieder zu einem „Marsch für das Leben“ in Berlin. Der Schweigemarsch, bei dem die „Tötung“ abgetriebener Embryonen betrauert wird, ist einer der wichtigsten öffentlichen Auftritte der selbsternannten „LebensschützerInnen“1 und verbindet eine breite reaktionäre, antifeministische und fundamentalistische Bewegung. Der BVL fordert ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Dadurch würden Schwangere in ihrer Entscheidung ob sie die Schwangerschaft austragen wollen oder nicht, noch weiter eingeschränkt. Nicht zuletzt die wachsenden TeilnehmerInnenzahlen des Marsches, die sich aus wertekonservativen, christlich-fundamentalistischen über nationalistische bis hin zu Spektren der neuen und extremen Rechten speisen, machen eine entschlossene Antwort notwendiger denn je.

Anders als oft angenommen gilt eine Abtreibung auch in Deutschland gemäß §218 Strafgesetzbuch weiterhin als Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei bleibt. Wer abtreiben will, muss sich zwangsweise von staatlich anerkannten Stellen beraten lassen und danach drei Tage warten, bevor der Eingriff vorgenommen wird. Diese Regelung bedeutet eine staatlich institutionalisierte Entmündigung von Schwangeren, die nicht selbst über ihren Körper und ihre Lebensplanung entscheiden dürfen.

Zudem erfahren die antifeministischen Positionen der „LebensschützerInnen“ und ihrer MitstreiterInnen aus der Neuen Rechten zunehmend Akzeptanz und öffentliche Aufmerksamkeit. Ihr Einfluss in Gesellschaft, Medien und Parlamenten wächst. Durch Aktionen wie den "Marsch für das Leben" versuchen sie ihre Positionen weiter in die Öffentlichkeit zu tragen und zu stärken. Das werden wir nicht zulassen!

Deshalb rufen wir dazu auf, sich an unserer queerfeministischen und antifaschistischen Demonstration zu beteiligen und anschließend den "Marsch" der FundamentalistInnen zu blockieren und zu sabotieren. Wir wollen dem Marsch, seinen antifeministischen AkteurInnen und ihrem Gedankengut entschlossen entgegentreten!

17.09.2016, 12 Uhr S Anhalter Bahnhof, Berlin: antifaschistische und queerfeministische Demonstration des What-the-Fuck!?-Bündnisses

16.09.2016, 18 Uhr, S-Schönhauser Allee, Berlin: Vorabenddemo „StoppAfd“ vom NiKa-Bündnis zu den Berliner Landtagswahlen



1.„LebensschützerInnen“ ist eine Selbstbezeichnung derjenigen, die gegen Abtreibungen protestieren und gegen die sexuelle und körperliche Selbstbestimmung auf die Straße gehen.

   

Rückblick: Der Berliner Qudstag-Marsch 2014-2016

Montag, den 01. August 2016 um 23:11 Uhr

Am 04.August wird es erstmals eine Veranstaltung des Antifaschistischen Berliner Bündnis gegen den Al-Quds Tag nach dem Al-Quds-Tag geben, zu der wir euch gerne einladen wollen:

(Dis)Kontinuitäten - Qudstags-Marsch 2014-2016

Die Akteur*innen und Teilnehmenden des Qudstags-Marsches sind auch außerhalb dieses Zeitraums aktiv und fördern den Hass auf Israel, den Westen und das Judentum. Wir wollen uns auch an allen anderen Tage als dem letzten Freitag im Ramadan mit diesen Antisemit*innen auseinanderzusetzen.

Jedes Jahr zum Ende des Ramadans organisiert die aus dem Iran gesteuerte Quds AG unter dem Deckmäntelchen des Antizionimsus eine Demonstration im Herzen Berlins. Hier kommen vor allem Anhänger*innen des iranischen Regimes, aber auch andere Gruppen und Menschen zusammen, welche es sich zum Ziel gemacht haben dem Staat Israel das Existenzrecht abzusprechen oder einfach generell ihren Antisemitismus auf die Straßen Berlins zu tragen. Auch wenn dieser durch die öffentliche Ächtung und polizeilichen Auflagen stärker codiert und zurückhaltender artikuliert wird, bleibt der Qudstags-Marsch eine antisemitische Veranstaltung.
Doch wer sind diese Gruppen und Einzelpersonen die sich an diesem Tag mit dem klerikal-faschistischen Regime im Iran und einem seiner Hauptziele solidarisieren, der Vernichtung des jüdischen Staates? Inwieweit ist der Qudstag-Marsch die Praxis dessen, was in der antisemitischen Weltsicht Israel als den "Kollektivjuden" imaginiert?
In den letzten drei Jahren fand eine systematische Dokumentation des Qudstags-Marsches durch zivilgesellschaftliche Initiativen statt. Die Referent*innen des JFDA - Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus und der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus - RIAS werden den beiden Fragen nachgehen. Gleichzeitig sollen die Herausforderungen für einen antifaschistischen Protest gegen den Qudstag-Marsch mit den Veranstalter*innen und dem Publikum diskutiert werden.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen oder islamistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sonstige menschenverachtende Äußerungen oder körperliche Übergriffe in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

   

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