Aufruf zur Demo »FEMINISM UNLIMITED« 8. März 2025, 13:00 Uhr S+U Schönhauser Allee
Die Welt steht in Flammen – und es sind Männer, die die Streichhölzer in der Hand halten. Ob in den USA, Afghanistan, Kurdistan, Israel, Gaza, Iran, Sudan, der Ukraine, Russland oder der BRD: Kriege, ökologische und gesellschaftliche Krisen und sexualisierte Gewalt in diesen Kontexten sind auch Ausdruck einer patriarchalen Herrschaft, in der Frauen und queere Menschen Männern gewaltvoll untergeordnet werden. Doch nicht nur im Krieg und in anderen Krisen zeigt sich die patriarchale Gewalt. Sie zeigt sich auch im Alltag: in Telegramchannels organisierter Vergewaltigungsnetzwerke, in KO-Tropfen auf Partys oder durch Faschos, die es nicht aushalten, wenn wir auf Prides demonstrieren und feiern. Wir sehen es anhand der steigenden Zahlen von häuslicher Gewalt und Feminiziden und darin, dass der Staat hier wegsieht. Und damit nicht genug: aktuell werden überall hart erkämpfte feministische Errungenschaften angegriffen und Transfeindlichkeit ist ein zentrales Mobilisierungsthema konservativer und rechter Parteien. Wir nehmen diese Angriffe nicht hin und ebensowenig den sexistischen Normalzustand!
Lasst uns am 8. März auf die Straße gehen, Seite an Seite gegen Patriarchat und Faschismus!
Vieles im Neukölln-Komplex klingt wie ein schlechter deutscher Krimi. Doch die Geschichte um den Oberstaatsanwalt Matthias Fenner sticht besonders heraus. 2020 ging ein Ruck durch die Berliner Sicherheitsbehörden, als die Berliner Generalstaatsanwaltschaft (GenStA) mitteilte, dass sie sämtliche Ermittlungsverfahren zu der extrem rechten Anschlagserie von nun an selbst übernehme, weil gegen den leitenden Oberstaatsanwalt Fenner, damals Leiter der Staatsschutzabteilung 231, der Vorwurf der Befangenheit laut geworden war. Am Freitag, den 21. Februar muss sich Fenner erstmals in der Öffentlichkeit beim Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex im Abgeordnetenhaus für die Vorwürfe und die mangelnden Ermittlungsergebnisse rechtfertigen. Wir werden da sein, beobachten und die Kundgebung um 12:30 nutzen, um das Gesagt einzuordnen und zu kommentieren.
Für den Samstag, den 14. Dezember, haben Neonazis einen Aufmarsch “gegen linken Terror” durch Berlin-Friedrichshain angemeldet.
Während Neonazis in diesem Jahr schon mehrfach linke und feministische Mobilisierungen angriffen und bedrohten, wollen sie nun mit einer neuen Provokation durch alternative Viertel in Friedrichshain ziehen. Die ursprünglich angedachte Route durch den Friedrichshainer Süd- und Nordkiez ist bereits zurückgezogen worden. Gerade scheint, wollen sie eine kleine Route vom Ostkreuz zur Frankfurter Allee und dann nach Lichtenberg laufen. Doch auch das können wir ihnen vermiesen.
Redebeitrag zu autoritären und antiemanzipatorischen Strategien und Praktiken im antizionistischen Protestmilieu, gehalten auf der antifaschistischen Demonstration in Berlin-Moabit in Gedenken an die Novemberpogrome von 1938.